Diese theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema BILDUNG INKLUSIVE ist parallel zum architektonischen Entwurf der Master-Thesis entstanden. Sie umfasst einen kurzen Abriss zur Geschichte und soziodemographischen Entwicklung Dortmunds sowie des Stadtgymnasiums und zeigt mögliche Lösungsansätze auf. Sollten Sie Interesse an der gesamten Ausarbeitung haben, können Sie mich gerne kontaktieren.

Master-Thesis Theoretische Ausarbeitung
Leibniz Universität Hannover | Oktober-Februar 2014/15

Inklusion bedeutet, allen Schülern unabhängig von Geschlecht, Alter, gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen, bestmögliche Chancen zu bieten, eine gleichberechtigte Entwicklung vollziehen zu können. Alle Schülerinnen und Schüler sollen als Individuen wahrgenommen und gefördert werden und barrierefrei agieren können. Besonders wichtig ist hierbei die architektonische Ausgestaltung eines Schulgebäudes, welches selbstständig und ohne weitere Anpassung in seinen Funktionsabläufen optimiert sein sollte. Die unterschiedlichen Lernumgebungen sollten simpel und intuitiv nutzbar und gemäß dem Mehr-Sinne-Prinzip mit wenigstens zwei Sinnen wahrnehmbar sein.

Seit dem Schuljahresbeginn 2014/15 gibt es in NRW erstmals einen Rechtsanspruch für Eltern von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung, eine allgemeine Schule zu besuchen. Die Eltern haben folglich die Möglichkeit zu entscheiden, ob ihr Kind auf einer Förderschule oder einer allgemeinen Schule zusammen mit Kindern ohne Behinderung unterrichtet werden soll. Auch das Stadtgymnasium Dortmund ist von der Einführung der Inklusion betroffen und bietet Plätze für Kinder mit besonderem Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen an. Die Voraussetzungen für die Aufnahme von Kindern mit körperlicher Behinderung sind jedoch durch lange Wege, verschachtelte Räume und diverse Treppenräume ohne Aufzüge nicht gewährleistet. Auch die Bausubstanz des Gebäudes aus den 50er Jahren befindet sich in einem schlechten Zustand. Planungen sehen eine aufwendige Sanierung des Schulgebäudes innerhalb der nächsten Jahre vor.

Der Inhalt der Master-Thesis umfasst einen Entwurf für eine Neuausrichtung des Stadtgymnasiums Dortmund an aktuellem Standort unter Berücksichtigung der bestehenden Architektur und mit besonderem Fokus auf das Thema Inklusion und Barrierefreiheit. Es soll aufgezeigt werden, dass eine lediglich die Bausubstanz erhaltende Gebäudesanierung die Inklusion insofern zur Exklusion macht, indem zwar Kinder mit besonderem Förderbedarf in der Schule aufgenommen, Kinder mit körperlicher Behinderung aber aufgrund eines nicht barrierefreien Schulkomplexes abgelehnt werden müssen.

 


M.Sc. Architektur Saskja Jagenteufel  •  E-Mail: info@jagenteufel.com  •  Sie finden mich auch auf Twitter und XING